Turck duotec führt DKMS Registrierungsaktion durch

Nina Niederwipper macht zur Zeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Werner Turck in Halver. Ihre Abschlussarbeit erstellt die 21-Jährige in der Marketingabteilung der Turck duotec und hatte dazu nichts weniger als eine „lebensrettende“ Idee. Da sie und ihre Familie sich selbst vor einiger Zeit zur Registrierung als Stammzellspender der DKMS Deutschland entschlossen hatten, rief sie kurzerhand eine unternehmensweite Registrierungsaktion ins Leben. „Wenn man die Gelegenheit hat zu helfen, sollte man das auch tun“, meint Nina.

Leben retten – Stammzellen spenden

Turck duotec führt DKMS Registrierungsaktion durch
Die Mitarbeiter*innen der Turck duotec zeigten sich ähnlich wie Nina Niederwipper (2. Reihe, 1. v.re.) begeistert von der DKMS-Registrierungsaktion

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs, allerdings findet nur ein Drittel aller Patienten innerhalb der Familie einen passenden Spender, jeder zehnte überhaupt kein „passendes Pendant“. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance eine Stammzellspende ist. Diese Situation hat sich durch die Corona-Pandemie nicht geändert. Im Gegenteil: Die DKMS-Registrierungen sind in dieser Zeit um 60 Prozent zurückgegangen

In verschiedenen online durchgeführten Infoveranstaltungen klärte Nina die Mitarbeiter*innen der Turck duotec über die Voraussetzungen und die Durchführung der Spendenaktion auf. Die Teilnahme an der Aktion ist vollkommen freiwillig. Die bloße Registrierung bei der DKMS bedeutet noch keine bindende Verpflichtung zu einer tatsächlichen Stammzellenspende. Sehr zur Überraschung der Auszubildenden waren bereits 30 Prozent der Mitarbeiter*innen registriert, weitere 16 Prozent konnten über die Aktion gewonnen werden.

Mund auf. Stäbchen rein. Helden sein.

Die Typisierung der Spender erfolgt per Wangenabstrich mit einem bzw. drei Wattestäbchen. Normalerweise führt die DKMS diese Abstriche vor Ort in den Unternehmen durch. Die Zellproben werden anschließend in einem Labor auf die Gewebemerkmale untersucht und für die weltweite Suche zur Verfügung gestellt. Aufgrund von Covid-19 und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen erhielten die Mitarbeiter*innen der Tuck duotec die Abstrich-Sets nach Hause und führten den Abstrich selbständig durch. Die Marketingabteilung sammelte alle Proben anschließend ein und übermittelte diese kollektiv an die DKMS.

Die Kosten für die Registrierung der neuen Stammzellspender von jeweils 35 Euro übernahm der EMS-Dienstleister aus Halver. Die Geschäftsleitung hat die Aktion von Beginn an begrüßt und unterstützt. Mund auf. Stäbchen rein – so einfach kann es sein, Menschen mit einer lebensbedrohlichen Krankheit eine zweite Chance zu ermöglichen.

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